24.09.05

Mount Kinabalu

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Ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe einen 4000ender bezwungen! Morgens um 6.30 Uhr wurde ich dafür mit dieser Aussicht belohnt!

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Nach dem Besuch von "James" (Das ist sein Reisenahme) in Darmstadt im April oder Mai diesen Jahres buchte ich schon in Deutschland den Flug mit Airasia ohne meine Bestätigung aus Singapur zu haben. Der Unschlagbare Preis von 43€ für 2 Flüge war super. (Airasia ist die Asiatische Version von Ryanair!) Es gab kein Essen und keine Sitzplatzreservierung. Alle stürmten die Maschine, die auf dem Vorfeld stand und nachdem man sich seine Platz erkämpft hatte, konnte man nach dem Start und ein paar Turbulenzen ein paar überteuerte Instant Nudeln oder Schokoriegel kaufen.

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Kurz vor der Landung gab es noch ein paar Turbulenzen und dann landeten wir mit einer nicht ganz so sanften Landung in Kota Kinabalu der Hauptstadt des Ostmalayischen Sabah auf Borneo. Achso: es war ein Inlandsflug! Wir sind durch Singapur bis an den Woodlands Checkpoint (Übergang zur Malayischen Halbinsel) gefahren, Singapur verlassen, mit dem Bus den Übergang passiert und dann auf der Malayischen Seite eingereist. Das ganze dauert zwischen 30 und 60 Minuten, je nachdem wieviel los ist.

Da James schon 5 mal Mount Kinabalu bestiegen hat, kannte er schon das Backpacker Hostel und die besten Bars und Restaurants. Insgesamt waren wir 24 Leute in der Gruppe, die Meisten aus Deutschland.

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Vor dem Aufstieg! Mit Borneos Bergen im Hintergrund. Die Nachtschicht ist überall.

Ok, wir waren Donnerstag spätabend dann im Hostel und sind auch recht zeitig ins Bett. Freitag war der Aufstige von 1800m bis auf 3200m geplant. Dort befindet sich eine Hütte mit einem Restaurant, in der wir auch Übernachtet haben. Anfangs noch übermotiviert, merkte man nach 1km schon seine Beinmuskeln und überlegte sich dann nach 2km nochmal, ob es so eine tolle Idee war! Bis zur Hütte waren es 6km und 1400 höhenmeter. Der Weg war "befestigt" also wenn man das so nennen kann. Es waren oft Stufen befestigt, aber nicht regelmäßig und auch teilweise 40-50cm hoch. Es ging ständich bergauf, ich kann mich nicht erinnern, länger als 2 minuten mal ohne steigung zu laufen. Zum Teil artete das dann auch aus und es wurde einfach eine "Treppe" aus Holz hingezimmert, die aber eher die steigung einer Leiter hatte!
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Die Idee einen Rucksack für 2 Leute zu benuten war auch garnicht so schlecht. Hannes und Ich benutzten seinen "grossen" Rucksack für unsere Ausrüstung. Wir wechselten uns ca. alle 30 Minuten ab. So hatte man immer eine Anstrengedere Phase und eine "Entspannungsphase"! wenn man das so nenne kann!?

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Nach 3:15 erreichten wir die Hütte und waren auch recht flott unterwegs. Wir haben auf den letzten Metern auch noch James eingeholt, der mit Krämpfen in den Beinen langsamer wurde. Ich hatte leichte Kopfschmerzen, da wir auch schon über 3000m waren. Das Wetter war beim aufstieg super und wir haben uns oben erstmal auf die Sonnenterrasse der Hütte gesetzt und ein Tännchen Tee und Fried Rice bestellt! War schon echt atemberaubend auf 3200m über den Wolken die Berge von Borneo zu bestaunen, wärend man einen halben liter Tee für weniger als einen euro trinkt.
Der Abernd auf der Hütte war relativ kurz, nach ein paar runden Skat mit Sebastian (aus Stuttgart) und Hannes (DA) gingen wir um 20 Uhr ins Bett. Leider fing es beim Skat spielen an zu regnen und als wir um 2 Uhr (JA! ZWEI UHR NACHTS) aufstanden, überlegten wir uns lange ob wir überhaupt auf die Spitze steigen sollten, da wir keine Wasserfesten Schuhe hatten und ich wirlich angst vor Blasen hatte. Es macht nämlich keinen Spass auf Blasen 2000 höhenmeter zu absolvieren!

EGAL, jetzt waren wir schon mal da und dann mussten wir auch hoch! Also alles was wir hatten angezogen, regenponcho (2$) über die geliehene Jacke und einwegponcho (1,5€) um die Beine gewickelt. Jetzt waren nurnoch meine Füsse nicht vor Wasser geschützt, aber das würde ich schon überleben. Um 3 Uhr bewegte sich dann die Gruppe langsam los und alle suchten mit ihren Taschenlampen nach den paar trockenen Steinen auf dem Weg, um keine nassen Füsse zu bekommen, ich gab mir besonderst viel mühe und war auch recht erfolgreich, dank der LED Taschenlampe, die ich mal von Robert und Tanja geschenkt bekommen habe. Ich steigerte meine Fähigkeit nur die Grossen trockenen Steine zu betreten und meine Füsse blieben auch trocken. Der Regen lies nämlich nach und nach ca. einer Stunde Aufstieg hörte der Regen auf.
Um pünklich um 6.30 auf dem Gipfel zu sein, legten wir nach einiger Zeit noch einen Zahn zu und unser Guide lief locker flockig neben uns her. Der ganze Weg von der Hütte bis zum Gipfel war von einem dicken Strick markiert. Dieser war an einigen Stellen auch unabdingbar, da es so steil war, dass es ohne das Seil unmöglich gewesen währe weiter zu kommen.
Meine Kopfschmerzen (wahrscheinlich durch die Höhe) hatte ich schon vor dem frühstück mit paracetamol bekämpft und vergass sie auch ganz, auf dem Gipfel.

Wir erreichten den Gipfel gerade rechtzeitig. Immernoch dunkel zeichnete sich am Horizont schon etwas helles ab und schon war der 8,7 km lange Aufstieg, bei dem wir 2300 höhenmeter überwunden haben vergessen!

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Am Beeindruckendsten fand ich das Wolkenmeer, aus dem die steilen Berge Borneos wie inseln im Meer hinausragten. Ich hätte eine Woche die Aussicht genissen können, aber nach 45 Minuten machten wir uns wieder an den Abstieg.
Meine Schuhe waren erstaunlicherweise noch nicht durchgeweicht, weil ich durchgehend darauf achtete nur auf grosse Steine zu treten. Oft war der Weg und der Bach ins Tal ein und dasselbe. Wenn man also neben einen Stein trat, hatte man nasse Füsse! Und ich mit meinen neuen Adidas "allround" Schuhen (mit Drainage System!) hätte das als erster gemerkt!

Der Abstieg war härter als gedacht. Beim Aufstieg benutzte man hauptsächlich seine Oberschenkel und Wadenmuskeln, beim Abstieg hingegen ging es mehr auf die Kniegelenke. Ich spürte nach einem Kilometer Abstieg meine Kniegelenke. Es war aber auszuhalten und nach 2 stunden schlaf in unerem Zimmer auf 3200 m ging es dann weiter.

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Ich beim "Abseilen".

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Typischer Weg. Zwar "befestigt" aber unangenehm zu laufen. Die Bequemlichkeitsregel für die Treppensteigung wurde hier leider nicht eingehalten!

Der Abstieg zog sich schon hin und wir stoppten ca. jeden Kilometer für eine kleine Pause in der wir jedesmal ein kleines päckchen SchokoladenNüsse aufmachten und futterten. für 3 Leute sind aber 8-10 nüsschen nicht gerade viel. trotzdem lecker! :-) Als kleine Belohnung für jeden kilometer aber ein grosser Motivator!

Unten angekommen erstmal ein Schokoriegel gekauft und eine Flasche "100Plus" getrunken (Isotonischer Trink von Coca Cola). Dannach fühlte ich mich gleich fitter, da ich schon sehr unterzuckert war und meine Knie beim Schuhe binden gezittert haben!
Nach 2 Stunden im Minibus waren wir dann wieder in unserem Hostel in Kota Kinabalu (dort hatten wir auch einige unserer Sachen gelassen, die wir auf dem Berg nicht gebraucht haben!).

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Abends noch ein gemütliches Bier! Wir haben einen "Eimer" Bier bestellt. Mit 8 Dosen! Und jatzt kommt der Hammer: die Bedienung hat uns den Eimer gebracht mit Dosen und Eis, dann immer eine Dose aus dem Eimer genommen und vor unseren Augen eingeschenkt! War echt gediegen! ;-)

Der Sonntag war gezeichnet von NICHTSTUN! Wir entschlossen uns nach dem Ausschlafen auf eine Insel vor der Stadt zu fahren.

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Mit einem kleinen Boot dauerte es nur 20 minuten bis zu einem Wundervollen Sandstrand auf einer kleinen Insel. Wir kauften vorher noch Getränke und Essen ein und lagen den halben Tag faul am Strand rum und gingen Schnorcheln oder Schwimmen.

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Das Wasser war so warm wie in einer Badewanne. Es war traumhaft! Der Sand am Strand war weiss und fein und man fühlte sich wie Robinson Crouso. Ich laß eine ganze weile in meinem Buch "Fliegen ohne Flügel" und erholte mich super von der Bergtour. Gegen den Muskelkater konnte ich allerdings nichts tun. Er war aber nicht so schlimm, dass ich nicht mehr laufen konnte. Ich hatte schon wesentlich unangenehmere Muskelkäter? (ok klingt doof, ich schreibs aber mal trotzdem)

MONTAG:
Unsere Gruppe teilte sich am Sonntag abend. Einige Flogen zurück nach Singapur, da sie Montag termine in der Uni hatten. Es blieben 12 Leute noch länger, mit dennen ich am Montag "Raften" war. Also auf gut Deutsch: In einem Gummibot durch einen Wilden Fluss und alle halten ihre Padel ins Wasser und tun so als ob sie was machen würden.
Die Anreise war echt eine Erfahrung. Die ersten 2 stunden mit dem bus waren ja noch ok, dann stiegen wir in einen Zug, den der TÜV noch nicht mal mehr zum Schrottplatz hätte fahren lassen! Das Ding war echt am Ende, wurde aber noch jeden Tag benutzt! Es schaukelte, ratterte und machte unmengen an lärm wärend der Fahrt. Dazu kamm noch der Geruch aus Tausend und einer Nacht und Gemuffel. wärend der Fahrt überdeckte dann aber der Dieselqualm von der Lok fast alles, da die Fenster die ganze Zeit offen standen. Den Gestank der Durian (Stink-Frucht), die einige Leute genau in unserm Abteil gegessen haben erwähne ich nur am Rande. Durian ist in Singapurs Zügen verboten!

Als wir den Endpunkt der Rafting Strecke erreicht hatten, verstauten wir unsere Taschen in einem Gebäude und gingen nur mit Badehose, Tshirt und Flip Flops zurück in den Zug. Dieser brachte uns dann zum Startpunkt.
Wir teilten unsere Gruppe auf 2 Boote auf und bekammen einen Guide zugewiesen, der das Steuern übernahm. jeweils 6 von uns mussten (nur) paddeln. Dass wir Helm und Schwimmweste anhatten ist ja wohl klar.

20050926_1.jpgMein Boot geführt von Jamaine war so schnell, dass wir das Feld von hintern aufrollten. Mit
uns waren noch etliche Chinesen auf dem Fluss. insgesammt um die 8-10 Boote.
Die Stromschnellen waren schon anstrengend und es hat uns ganz schön durchgeschüttelt. Wir überstanden sogar die schlimmste der Stromschnellen, ohne zu kenntern. Das warten auf die Anderen machte weniger spass, deswegen überredeten wir Jamaine das Boot absichtlich zu "Flippen" um den Spassfaktor zu steigern! Gesagt getan, in der nächsten Stromschnelle sprangen die leute von der linken Seite nach Rechts und schwubs die wubs... waren wir alle unter dem boot im wasser und ich schluckte auch etwas wasser, da es mich in den Stromschnellen rumgerissen hat. Einige Meter später kletterten wir dann auf das umgedrehte Boot und versuchten es zu 3 umzudrehen. Das klappte aber nicht, erst als dann 5 leute an dem Boot zerrten schafften wir es.
Es war ein Riesenspass und ich würde es gerne nochmal machen! Das waren gut investierte 35€ (Anfahrt, Rafting, Mittagessen, Rückfahrt).

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Borneo. Wir nannten unsere Rafting Tour... KAFFEEFAHRT! Warum könnt ihr euch selbst denken.

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Dienstag waren wir wieder Faul! Sind nach dem Ausschlafen wieder auf eine Insel gefahren. Mit dem Boot ging es zur Insel... ca. 20 Minuten fahrt! Diesmal noch kleiner und verlassener!

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Wir waren die einzigen auf der Insel und es kam richtig Urlaubsstimmung auf. Die Sonne war allerdings so stark, dass ich mit T-Shirt (und sunblocker!) schwimmen war. Hab ein wenig Farbe gefangen und bin ganz froh, dass ich einer der Wenigen ohne Sonnenbrand bin! Mit Clemens (DA) wollte ich einmal um die Insel laufen. Wir sind einem Pfad gefolgt, der aber mehr über als um den Berg auf der Insel ging. Ok, Flip Flops sind nicht die richtige Besohlung für so einen Weg, aber es ging. Wir schlugen uns den Weg mit Stöcken frei, da er z.T. nicht mehr passierbar war, dafür wurden wir mit solchen Ausblicken belohnt!
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Der Rückflug war sehr angenehm... keine Turbulenzen und der Pilot hat eine Butterweiche landung geschafft.

... fotos kommen Sonntag....

Posted by Stefan at 24.09.05 01:59
Comments

Will auch,... neid .. manno .. wie krass!

Und die Kopfschmerzen kommen von den Höhenmetern, weil der Luftdruck niedriger ist oder so.
Kenn ich vom Skifahren. Hatte ich auch schon.

Bin mal auf Bilder gespannt.

Posted by: Gavin at 29.09.05 18:26

das ist ja der WAHNSINN!!! Warte sehnsüchtig auf fotos.

Posted by: Johanna at 29.09.05 22:20

Ich nenn dich nur noch Reinhold!

Posted by: JaNik at 30.09.05 03:28

Reinhold ist ok... solange ihr mich nicht Ötzi nennt! Apropos Ötzi - da fällt mir doch gerade DJ Ötzi ein. Die sind hier ganz wild auf Oktoberfest feiern! Ich werde wohl das erste Oktoberfest meines Lebens in SINGAPUR feiern!!! könnt ihr euch das vorstellen? ich noch nicht... mal sehen was da morgen und sonntag abgeht.

Posted by: Stefan at 30.09.05 10:03

Ich hab meine erste Oktoberfestpart auch in Finnland erlebt. Da wurde bestimmt mehr Alkohol/pro Kopf umgesetzt als in Singapur.

Posted by: JaNik at 30.09.05 17:16

Das Oktoberfest ist DAS Zugpferd der Globalisiereung! Das ihr das nicht wisst?! tztztz

und übrigens:
Ich will auch!

Posted by: Julian at 01.10.05 17:23

hey, I'm waiting for more pictures! :->

Posted by: kit at 03.10.05 10:40
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